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Genie oder Wahnsinn?

Da ist Jesus, da ist Elvis, da ist Marilyn, da ist Lana.
In einem neonfarbenen-Instagram-Effekt Paradies treffen sie sich alle und geben merkwürdige Dinge von sich.
Lana tritt erst als heilige Maria mit langen türkisfarbenen Fingernägeln auf, dann positioniert sie sich als Eva an der Seite eines unfassbar blassen Adam und beide lassen sich ehrfürchtig von einem Cowboy belehren.
Puh, wenn ihr bis dahin durchgehalten habt bin ich stolz auf euch, aber es wird besser: Schäfchen, ein Einhorn, Lana-Eva und ihr Adam räkeln sich lustvoll an ihren halb nackten (die Genitalien sind von Blumen bedeckt) Körpern, dann kommt die Schlange und…
Seid ihr noch da? An diesem Punkt musste ich schon das erste mal weg schalten und mir ein neues Glas Rotwein holen, wissend ich muss mir diesen Kurzfilm noch grausame 23 Minuten geben.
Ab Minute 5:23 kommt dann auch der Apfel der Versuchung ins Bild in den Lana-Eva wie aus der Zahnpasta Werbung reinbeißt….achso, davor noch ein bisschen lustvolles geräkel mit Adam und der Schlange, Lana-Eva bietet den Apfel erst ihrem Adam an, aber wir alle wissen ja, Lana-Eva ist die Bitch die in den Apfel beißt. Und Krrrrabäääm. Blitze und Donner. Aus ist’s mit dem pink-blauen Kitsch-Paradies. Marilyn kreischt, Elvis macht einen Kung-Fu Move.
ABER AUFGEPASST: was als Folter für die Augen anfängt, entwickelt sich nun zu einem aussagekräftigen Meisterwerk der Cinematographie. „Fuck!“, hab ich mir gedacht, und konnte von da an meinen Blick nicht mehr abwenden. Es lohnt sich also die ersten paar Minuten durchs „Paradies“ zu stolpern, das für mich ohne Zweifel einfach nur grausam ist.
Aber dann treffen wir aus Szenen die an Baz Luhrmann’s „Romeo+Juliet“ oder an Fernando Meirelles „City of God“ erinnern. Nackte Haut, Gewalt, Sex, Drogen, Prostitution. Das Weib als billiges Stück Fleisch. Die Rache der Unterschicht an der skrupellosen, reichen Oberschicht. Die Hoffnung aus der Hölle wieder ins Paradies zu kommen.
Lana del Rey hat das Skript geschrieben, ich würde es gerne mal lesen, denn es muss total krank sein! Es fühlt sich an, als muss es aus einem wahnsinnigen Genie entronnen sein, es kann ironisch oder überspitzt provokant gesehen werden. Letztendlich hat Lana del Rey die Hässlichkeit der Menschheit wunderschön dargestellt!

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KRISTAL AND JONNY BOY

Elektro-Pop aus Schweden gibt es wie Sand am Meer. Umso schöner ist es wenn man ab und zu eine Muschel mit einer echten Perle findet. Kristal and Jonny Boy überzeugen mit experimentellen Musikelementen und zeitgenössischen Tanzeinlagen.

Der mechanische Sound von Jonny Eriksson mündet mit Stimme und Bewegung von Kristina Hanses in perfekter Symbiose, das sieht man auch in ihrem anderem Projekt „POPMASKINEN“

Für mehr Informationen klick hier

Between Borders

Ben Yates, Julian Benner, Lukas Heerich und Oliver Vogel haben ihre Grenzen zwischen Australien, Düsseldorf und Köln verschwimmen lassen. Musikalisch bewegen sie sich sehr auf den Spuren der der Kooks. Ihr Debütalbum „Asymetrical,  Edged Wonderland“ erscheint am 7. September über das Düsseldorfer Label  Tro

Tracklist:
1. Decorate
2. Mars
3. Dancing Behind My Back
4. Misunderstanding
5. Sidewalk
6. A World Away
7. Run Run Run
8. Stuck In The Limbo
9. Free
10. Climb
11. Sticks And Stones
12. Pick Me Up
13. Morning Call
14. Secretly

Wenn ihr mal wieder richtig akkuraten Indie-Pop wollt kauft euch die Platte!

Hier gibts noch ein Schmankerl umsonst: Dancing behind My Back im Alexis Troy Remix

The Sweet Serenades-Can’t Get Enough

-What’s your name?
-Martin. What’s yours?
-Mathias. Wanna play?
-Yeah.

So, begann in jungen Jahren die brüderliche Freundschaft zwischen Martin Nordvall und Mathias Näslund. Seit 2002 machen die zwei Schweden zusammen als „The Sweet Serenades“ Musik.
Zu ihrem musikalischen Einfluss nennen sie ACDC, ABBA, The Strokes, Arcade Fire, Clap your hands say Yeah and The Technicolors.
Ihre Mission: Is to create unpretentious pop songs that make you feel cool, makes you wanna dance and spontaneously scream “YEAH”!

„YEAH“!

Am 12. September kommt ihr Album „Help Me!“ raus. Das hier ist die offizielle Singleauskopplung!
Ziehts euch rein- ziehts euch runter! Kostenlos!

Weitere wichtige Infos: Mathias hat einen Bart. Martin hat einen Mustache!

 

The xx

Wir haben es alle noch im Ohr: Crystalised aus dem Jahr 2009!

Nachdem es einige Zeit ruhiger um die Londoner Band geworden ist kommt jetzt die neue Single ‚Angels‘ im gewohnten seidig-zartem Indie-Pop Gewand daher und überzeugt! Engelsgleich haucht Romy Craft ihre Liebeserklärung ins Mikrofon und wird durch leichte Beats und sphärischen Elektroelemente von Jamie Smith und Oliver Sim getragen.

The xx – Angels from F L on Vimeo.

Die Single ‚Angels‘ erscheint morgen, das zweite Album ‚Coexist‘ wird am 07.09.12 über Young Turks/ Beggars/ Indigo erscheinen.

Tracklist Coexsist:
1. Angels
2. Chained
3. Fiction
4. Try
5. Reunion
6. Sunset
7. Missing
8. Tides
9. Unfold
10. Swept Away
11. Our Song

Caspers Halbe Mille

500.000 Facebook-Likes: da ist ein neuer Track drin! Casper „Der Vater des Hipster Rap“ sagt damit danke! Word!

Hipster-Mathrock aus Israel

Sind wir doch mal ehrlich: der Hipster ist mittlerweile ein weltweites Phänomen. Völlig unverständlich ist mir also die Aussage: I never knew that there are hipsters in israel? von youtube User xant99. (Auch wenn das vielleicht nichtmal ernst gemeint ist)
Warum zum Teufel sollte Israel keine Jugendkultur haben, die sich hip kleidet, ein bisschen anders tickt als das System und dabei auch noch gute Musik macht? Mit ihrem Debütalbum „Stand go show out“ zeigen „Umlala“ ganz unprätentiös, dass ihre Generation mehr ist als religiöse Indifferenzen oder Bombenanschläge.
Das Video „My PDF Files“ ist ein wahres Kunstwerk zum Thema Generation Internet und digitale Identitäten.

Und auch mit „Please“ kann man etwas von ihnen mitnehmen: Please! Help! Take your Time!

Wie schön, dass „Umlala“ seit diesem Mai auch in Deutschland veröffentlicht werden. Macht Platz für sie in euren popkulturellen Herzen!

Hard Facts
Umlala das sind: Josef Laimon, Orel Tamuz, Yuval Goren, Omri Blau, Nir Yatzkan aus Israel
Debütalbum: Stand Go Show Out
VÖ: 18. Mai 2012 (Snowhite/Universal)